
Unsere Kinder- inzwischen fast alle Windpocken-frei

Grosse Tanzeinlage einer ganz Kleinen bei der Kleideruebergabe fuer Deepavali

Unsere Chithra und ihr neues Kleid

Ein indischer Tanz bei der grossen Deepavali Function
Laura in den Teeplantagen
Unser neues Lieblingsspiel- Carrum Ball. Hier beim Familystay mit neuem Outfit
Unser Ziel der weiten Reise- ein Fluss zum Planschen 
Kerstin und Laura bei schoenstem Wetter (nein, wir laufen nicht immer im Partnerlook rum)
Tee, Tee, Tee und Pfeffer
Kerstin und das kleine Waisenkind (wir wollten ihn mit ins Kinderheim nehmen)
Das kleine Waisenkind und Laura (er wuerde sich wohl nicht mit Paul vertragen)
Der Nationalvogel von Indien
Laura und Laura, Jana und Kerstin. Wir essen EIIIIS!
Wer braucht schon Teller oder Besteck???
Ranjeetha, unser neue identifiziertes Maedchen fuer das Abhaya Shelter… berichten wir heute. Nachdem wir in unserem letzten Blogeintrag viel von unseren Einblicken in die Projekte von NMCT geschrieben haben, wollen wir heute ein bisschen mehr auf unsere Zwischenmenschlichen Beziehungen zu den Kindern und unseren neuen Freunden und natuerlich auf dieErlebnisse der letzten Tage eingehen.
Vor knapp einer Woche konnten wir hier in Indien das grosse Fest Deepavali miterleben. Schon im voraus mussten dafuer (aehnlich wie in der Weihnachtszeit) Vorbereitungen getroffen werden. Es ist z.B. ueblich, an dem Festtag ein neue Kleidung zu tragen (Seetha hat uns auch je einen Shalwar Kameez mitgebracht). Aus diesem Grund gab es am Freitag vor dem Fest, in unserem Abhaya Shelter eine Zusammenkunft von ungefaehr 40 Kindern, welche von HIV/Aids betroffen sind und ihren Sponsoren von einer grossen Kleiderfirma. Jedem Kind wurde fuer diesen Anlass ein neues Kleid ueberreicht und natuerlich war die Freude sehr gross- sowohl bei den Kindern, als auch bei uns, wie wir die strahlenden und stolzen Gesichter sehen konnten. Als Dank tanzten und sangen die Kinder, oder trugen Gedichte vor. Das ist fuer uns jedes mal sehr faszinierend, denn selbst den Kleinsten scheint schon das Talent zum Singen und Tanzen in die Wiege gelegt zu sein.
Anschliessend hatten wir die Moeglichkeit uns mit einigen der Sponsoren zu unterhalten. Ihr Feedback ueber unsere Arbeit und unser Engagement fuer die Kinder war enorm postiv. Zusammen haben wir festgestellt, dass wir zwar nicht, wie sie, die finanzielle oder materielle Unterstuetzung bieten koennen, dafuer aber die ideele. Naemlich im Sinne von Vorbild-sein , als Ansprechpartner, Lehrer und einer einfach einer engen Bezugsperson, mit der sie viele sorgenfreie, lustige und wertvolle Stunden verbringen koennen. Wir finden es sehr schoen, dass wir hier den gesamten Alltag der Kinder miterleben. Das hat zur Folge, dass viele Englischfortschritte auf die normale Kommunikation beim Essen oder Spielen zurueckzufuehren sind.
Diese amuesante und erlebnissreiche Zeit war fuer uns eine kleine Erholung, wobei wir diese auch wirklich noetig hatten, da die Tage davor nicht so einfach fuer uns waren.
Jeden morgen machten wir uns mit Banama auf die 3 stuendige Reise nach Tirupur und Avinasi, wo wir durch das CHAHA-Projekt (Children affected with HIV/AIDS -Health and Happiness for all) unsere ersten HomeVisits gemacht haben. Wir haben Kinder in ihren Familien besucht, die entweder selbst AIDS haben, oder durch ihre Eltern von diesem Thema betroffen sind. Viele sind Waisen oder Halbwaisen und leben in fuer uns unvorstellbaren Verhaeltnissen. Die Kinder zu besuchen ist nicht einfach, da man ihnen ansehen kann, wie schlecht es ihnen geht. Sie sind mager und haben so ein traurige Gesicht, dass man glaubt sie haben seit Jahren nicht mehr gelacht. Es ist jedoch gleichermasen wunderbar fuer uns zu sehen, wie NMCT das Leben der Familien und besonders der Kinder verbessert. So haben wir ein Kind (Ranjeetha) als so hilfsbeduerftig identifiziert, dass sie wohl in den naechsten Tagen hier ins Abhaya Shelter ziehen wird. Ihre Eltern sind sehr froh, weil sie nicht wissen, wie lange sie sich noch um ihre Tochter kuemmern koennen. Es wird sicher fuer uns sehr bewegend sein, die Entwicklung von ihr mitzuerleben. Wir sind sehr optimistisch, dass sie sich schnell hier wie die anderen Kinder einleben wird und bald wieder richtig lacht.
Unsere naechste grosse Aufgabe ist es unsere Kinder aus dem Abhaya zu Hause zu besuchen, um ihren Hintergrund zu erfahren, ihn zu dokumentieren und die Entwicklung bis Ende Februar fest zu halten.
Ausserdem machen wir uns weiter auf die Suche nach PizzaHut, den guenstigsten Schmucklaeden, den besten Kokosnussstaenden und sonstigen Fruchtstaenden, den besten "Eisdielen", den abgefahrensten Geschmacksrichtungen (scharfe unreife Mango- sehr lecker!), den interessantesten Ansichten ueber arrangierte Ehen und natuerlich das beste Futter fuer unseren Paul. Das alles ist uns jetzt moeglich, da wir an unserem freiem Tag alleine in die Stadt fahren duerfen- eine Freiheit von der wir bisher nur getraeumt haben. Unseren ersten Ausflug haben wir vor 2 Wochen mit Laura und Jana aus GSHEC (www.kks-gshec.blogspot.com) unternommen.
Seit wir unsere Freundinnen in Indien gefunden haben, hatten wir viele Gelegenheiten uns auch auf sehr persoenlicher Ebene mit ihnen auszutauschen. Das groesste Interesse von beiden Seiten lag meist beim Thema "Marriage- arranged or not?". Leider ist es manchmal auf Grund der Sprachbarriere etwas schwierig, fuer alle Fragen eine Antwort zu erhalten, aber trotzdem koennen wir uns schon ein gewisses Bild von Ansichten der Frauen machen. Dieses Thema beschaeftigt uns natuerlich sehr, weil wir uns einfach nicht vorstellen koennen, jemanden zu heiraten, der von den Eltern als passend ausgewaehlt wird, ohne ihn zu lieben. Es scheint ganz komisch zu sein, denn hier geht die Damenwelt einfach davon aus, dass sie automatisch ihren Ehemann lieben wird. Waehrend es fuer uns ganz normal ist in unserer Jugend das erste mal unsterblich verliebt zu sein, ist es komisch, wie distanziert hier mit dem Thema umgegangen wird, und wie viele Fragen nur unter Lachkraempfen beantwortet werden. Obwohl viele sehr gebildet sind, und von uns als recht westlich eingestuft werden, kommt dann oft gerade von dieser Seite eine grosse Zustimmung zu dieser Art von Ehe. Natuerlich gibt es aber auch viele Zweifel und Aengste, welche von schlechten Erfahrungen der aelteren Schwester oder Bekannten untermalt werden.
Auf unsere Frage hin, was denn ist, wenn sie den Ehemann nicht moegen, bekamen wir folgende Antwort: "That’s the best part- we can blame our parents!!!!"
Auf unsere Frage hin, was denn ist, wenn sie den Ehemann nicht moegen, bekamen wir folgende Antwort: "That’s the best part- we can blame our parents!!!!"
Vor knapp einer Woche konnten wir hier in Indien das grosse Fest Deepavali miterleben. Schon im voraus mussten dafuer (aehnlich wie in der Weihnachtszeit) Vorbereitungen getroffen werden. Es ist z.B. ueblich, an dem Festtag ein neue Kleidung zu tragen (Seetha hat uns auch je einen Shalwar Kameez mitgebracht). Aus diesem Grund gab es am Freitag vor dem Fest, in unserem Abhaya Shelter eine Zusammenkunft von ungefaehr 40 Kindern, welche von HIV/Aids betroffen sind und ihren Sponsoren von einer grossen Kleiderfirma. Jedem Kind wurde fuer diesen Anlass ein neues Kleid ueberreicht und natuerlich war die Freude sehr gross- sowohl bei den Kindern, als auch bei uns, wie wir die strahlenden und stolzen Gesichter sehen konnten. Als Dank tanzten und sangen die Kinder, oder trugen Gedichte vor. Das ist fuer uns jedes mal sehr faszinierend, denn selbst den Kleinsten scheint schon das Talent zum Singen und Tanzen in die Wiege gelegt zu sein.
Anschliessend hatten wir die Moeglichkeit uns mit einigen der Sponsoren zu unterhalten. Ihr Feedback ueber unsere Arbeit und unser Engagement fuer die Kinder war enorm postiv. Zusammen haben wir festgestellt, dass wir zwar nicht, wie sie, die finanzielle oder materielle Unterstuetzung bieten koennen, dafuer aber die ideele. Naemlich im Sinne von Vorbild-sein , als Ansprechpartner, Lehrer und einer einfach einer engen Bezugsperson, mit der sie viele sorgenfreie, lustige und wertvolle Stunden verbringen koennen. Wir finden es sehr schoen, dass wir hier den gesamten Alltag der Kinder miterleben. Das hat zur Folge, dass viele Englischfortschritte auf die normale Kommunikation beim Essen oder Spielen zurueckzufuehren sind.
Das Fest an sich konnten wir bei einer Gastfamilie in Gudalur erleben. Gudalur liegt ca. 150 km (6 Autofahrstunden) von Coimbatore entfernt, und bietet eine wunderschoene Landschaft in den Bergen. Ehrlich gesagt hatten wir von Deepavali mehr erwartet, aber es schien wohl auch so, dass unsere Gastfamilie nicht besonders euphorisch im Feste feiern ist. So wurde nicht wie versprochen nachts um 3 ein Feuerwerk gestartet, sondern bis um sechs Uhr "ausgeschlafen". Anschliessend wurde jedoch zeremoniell Oel ueber unseren Kopf getroepfelt und das Zimmer ausgeraeuchert. Und natuerlich gab es Suessigkeiten ohne Ende und leckeres Essen. Nachdem Tempelgang am Morgen schien der Tag jedoch eher als "Rest"-Day genutzt zu werden.
Zum Glueck hatten wir sehr nette Nachbarn, die uns spontan in ihre Teeplantagen eingeladen haben, wo wir dann auch den gesamten Nachmittag bei schoenstem Wetter verbracht haben. Wir haben uns wie im Paradies gefuehlt. Im Vergleich zum lauten, schnellen und ueberfuellten Stadtleben von Coimbatore, war es eine wunderschoene –fuer uns neue- Seite von Indien. Auch den naechsten Tag haben wir in der freien Natur verbracht. Wir waren in einem Tribal-Gebiet, umrundet von nichts ausser Gruen. Durch Bananenplantagen, kleinen Pfaden, und knietiefen Matsch, ging es zu einem wilden Fluss, in dem wir unsere schmutzigen Klamotten und Fuesse beim planschen reinigen konnten.
Leider kamen wir aufgrund leichter Zeitverzoegerung, weil wir wie kleine Kinder nicht vom Wasser weg zu kriegen waren, zu spaet zum Elefantenritt und mussten uns mit der Fuetterung zufriedengeben. Wir hatten aber das Erlebnis einen kleinen Elefanten-Waisen zu streicheln…so suesss.
Zum Glueck hatten wir sehr nette Nachbarn, die uns spontan in ihre Teeplantagen eingeladen haben, wo wir dann auch den gesamten Nachmittag bei schoenstem Wetter verbracht haben. Wir haben uns wie im Paradies gefuehlt. Im Vergleich zum lauten, schnellen und ueberfuellten Stadtleben von Coimbatore, war es eine wunderschoene –fuer uns neue- Seite von Indien. Auch den naechsten Tag haben wir in der freien Natur verbracht. Wir waren in einem Tribal-Gebiet, umrundet von nichts ausser Gruen. Durch Bananenplantagen, kleinen Pfaden, und knietiefen Matsch, ging es zu einem wilden Fluss, in dem wir unsere schmutzigen Klamotten und Fuesse beim planschen reinigen konnten.
Leider kamen wir aufgrund leichter Zeitverzoegerung, weil wir wie kleine Kinder nicht vom Wasser weg zu kriegen waren, zu spaet zum Elefantenritt und mussten uns mit der Fuetterung zufriedengeben. Wir hatten aber das Erlebnis einen kleinen Elefanten-Waisen zu streicheln…so suesss.
Diese amuesante und erlebnissreiche Zeit war fuer uns eine kleine Erholung, wobei wir diese auch wirklich noetig hatten, da die Tage davor nicht so einfach fuer uns waren.
Jeden morgen machten wir uns mit Banama auf die 3 stuendige Reise nach Tirupur und Avinasi, wo wir durch das CHAHA-Projekt (Children affected with HIV/AIDS -Health and Happiness for all) unsere ersten HomeVisits gemacht haben. Wir haben Kinder in ihren Familien besucht, die entweder selbst AIDS haben, oder durch ihre Eltern von diesem Thema betroffen sind. Viele sind Waisen oder Halbwaisen und leben in fuer uns unvorstellbaren Verhaeltnissen. Die Kinder zu besuchen ist nicht einfach, da man ihnen ansehen kann, wie schlecht es ihnen geht. Sie sind mager und haben so ein traurige Gesicht, dass man glaubt sie haben seit Jahren nicht mehr gelacht. Es ist jedoch gleichermasen wunderbar fuer uns zu sehen, wie NMCT das Leben der Familien und besonders der Kinder verbessert. So haben wir ein Kind (Ranjeetha) als so hilfsbeduerftig identifiziert, dass sie wohl in den naechsten Tagen hier ins Abhaya Shelter ziehen wird. Ihre Eltern sind sehr froh, weil sie nicht wissen, wie lange sie sich noch um ihre Tochter kuemmern koennen. Es wird sicher fuer uns sehr bewegend sein, die Entwicklung von ihr mitzuerleben. Wir sind sehr optimistisch, dass sie sich schnell hier wie die anderen Kinder einleben wird und bald wieder richtig lacht.
Ihr seht also, wir bekommen viel mit von den Traditionen und Festen, koennen uns durch Gespraeche auch gut ueber diese austauschen, erleben viel Armut und Elend, aber koennen auf der anderen Seite Schicksale mit veraendern.
Unsere naechste grosse Aufgabe ist es unsere Kinder aus dem Abhaya zu Hause zu besuchen, um ihren Hintergrund zu erfahren, ihn zu dokumentieren und die Entwicklung bis Ende Februar fest zu halten.
Ausserdem machen wir uns weiter auf die Suche nach PizzaHut, den guenstigsten Schmucklaeden, den besten Kokosnussstaenden und sonstigen Fruchtstaenden, den besten "Eisdielen", den abgefahrensten Geschmacksrichtungen (scharfe unreife Mango- sehr lecker!), den interessantesten Ansichten ueber arrangierte Ehen und natuerlich das beste Futter fuer unseren Paul. Das alles ist uns jetzt moeglich, da wir an unserem freiem Tag alleine in die Stadt fahren duerfen- eine Freiheit von der wir bisher nur getraeumt haben. Unseren ersten Ausflug haben wir vor 2 Wochen mit Laura und Jana aus GSHEC (www.kks-gshec.blogspot.com) unternommen.
Tut uns leid, dass wir so lange nichts aktualisiert haben, aber wir hatten dezente Computerviren und Internetprobleme….und von dem Stromausfaellen reden wir gar nicht mehr…
Allerliebste indische Gruesse
Laura und Kerstin
2 Kommentare:
hallo ihr zwei beiden,
schön, dass ihr wieder so viele bilder gepostet habt und auch danke für den ausführlichen bericht :) ich find eure outfits irgendwie echt cool und die kinder sind auch süß. über das elefantenbaby müssen wir ja gar nicht erst reden^^
na dann machts weiterhin so gut wie bisher
alles liebe
Klasse, euer Bericht, differenziert, sehr nahe an den Menshcen und gleichzeitig sehr persönlich. Ich gönne euch von Herzen eurer Freiheiten, die ihr euch mehrn als verdient habt.
Renate
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