Donnerstag, 8. Januar 2009

Donnerstag, 8. Januar 2009 - Von Weihnachten und Silvester…

... direkt ins Krankenhaus. Aber berichten wir in der richtigen Reihenfolge!

Ueber Weihnachten waren alle Kinder zu Hause, doch bevor wir sie in die Ferien entlassen haben, kamen Laura und Jana aus GSHEC und Mirjam und Nicola aus Nagappattinam am Morgen des 24. vorbei, um gemeinsam mit allen Kindern und ein paar Mitarbeitern Kerstins Geburtstag zu feiern. Es gab zwei Schokokuchen, ein dreifaches ‚Hoch soll sie leben’ und viele Geburtstagsstaendchen. Nach einer grossen Verabschiedung, sollte das Hostel fuer 2 Tage vollkommen leer stehen, denn wir wurden eingeladen unsere Feiertage in GSHEC zu verbringen. Neben der Nachtmesse, den vielen Grippen und dem traditionellen Plumcake war es vor allem schoen fuer uns mit den anderen Freiwilligen zusammen zu sein.Wir konnten unsere Erfahrungen in den Projekten austauschen.
Alles in allem hatten wir jedoch mehr Freude dabei, Kerstins Geburtstag zu feiern, als dass bei uns Weihnachtsstimmung aufkam.
Die naechsten Tage nutzten wir zu voelligen Entspannung und zu den lange aufgeschobenen Grossputzarbeiten in unserem Zimmer. Diesem 26. Dezember hatten wir schon lange entgegengefiebert, da wir uns wirklich von den letzten Wochen ausgepowert gefuehlt hatten. Am 29. war die Ruhepause dann vorbei und es ging frueh morgens um ein Uhr in der Nacht los Richtung Kerala. Unser Ziel war Kochin, welches wir gemeinsam mit 30 Kindern aus dem Community Based Care and Support Project besuchen wollten. Sie besichtigten einen grossen Tempel und gemeinsam planschten wir im Meer. Unsere kleine Pandi meinte: „Es ist so toll! Ich haette mir nie getraeumt, dass ich einmal das Meer sehen darf. Und jetzt kann ich es sogar anfassen!“. Da keines der Kinder schwimmen kann, war hoechste Vorsicht unter uns Betreuern gefragt. Im Bus tanzten wir uns alle trocken und beim gemeinsamen Lunch hatten wir einen idyllischen Blick auf die ‚Chinesischen Fischernetze’. Als Zwischenstopp auf der 6-stuendigen Fahrt nach Hause besuchten wir den Malampuzha Damm, welcher als besondere Attraktion eine Seilbahn anbietet. Die Kinder hatten sehr viel Spass auf der 20-minuetigen Fahrt und danach wurde auf dem Spielplatz noch viel darueber geredet. Um halb 12 waren wir daheim und es war uns vollkommen unverstaendlich wie die Kinder immernoch so fit sein konnten.
Am naechsten Tag zollte der anstrengende Tag seine Rechnung, und Kerstin bekam ihren ersten Fieberschub. Trotzdem bereiteten wir gemeinsam noch die Praesentationen fuer das Staffmeeting am naechsten Tag vor.
Auch am Silvesterabend war Kerstins Fieber noch nicht besser, doch aufgrund guter Medizin konnten wir einen schoenen Abend mit Seetha und Shankars Familie aus Delhi verbringen.
Eigentlich wollten wir die erste Woche im neuen Jahr, in welcher die Kinder noch alle zu Hause waren, fuer Homevisits und Case Studies nutzen. Allerdings wollte Kerstins Fieber einfach nicht besser werden, und somit wurde sie dann am 3. Januar ins Krankenhaus eingeliefert. „Ich bleibe hier nur eine Nacht“ waren ihre letzten Worte, dann verbrachte sie 4 Tage im Krankenhaus. Da wir jedoch als Tandem angereist sind, durfte Laura natuerlich nicht fehlen. In Indien ist es in guten Krankenhaeusern – so wie diesem- ueblich, dass auch ein Bett fuer eine Begleitperson zur Verfuegung steht, welches umgehend von Laura besetzt worden ist.
Jetzt geht es Kerstin wieder besser und wir hoffen, dass fuer uns nun das gute neue Jahr anfaengt. Wir sind hoechstmotiviert noch diesen Monat alle Case Studies zu erstellen. Ausserdem werden wir naechste Woche den von der Karl Kuebel Stiftung organisiserten Workshop im KKID besuchen, in welchem wir uns ueber unsere Erfahrungen austauschen werden und Kriterien fuer das naechste ATTP Programm aufstellen wollen. Anschliessend werden alle Freiwilligen fuer einen Tag auf die Malediven fliegen, um auf diesem Weg unser Visum zu verlaengern.
Wir hoffen, ihr hattet einen guten start ins neue Jahr, wir melden uns bald wieder!

Fotos folgen, sobald wir die technischen Moeglichkeiten dazu haben...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

ihr meintet am anfang wohl krippen, oder? weil grippen sind ja eher nicht so gut :P... sry, aber ich musste euch da drauf hinweisen^^
na, das waren ja wirklich ereignisereiche tage, die ihr aber scheinbar einigermaßen gut überstanden habt. ich wünsch euch viel spaß auf eurem workshop und auf den malediven! machts gut!

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