... und unserem letzten anstehenden Monat.
Es ist kaum zu fassen, aber es ist nun tatsaechlich unser letzter Monat in NMCT angebrochen. Im vorigen Monat waren wir gemeinsam mit den anderen Freiwilligen, den Direktoren und Mentoren auf dem grossen Abschlussworkshop im KKID. Mit den Vertretern aus der Karl Kuebel Stiftung hatten wir zwei Tage lang die Moeglichkeit, unsere letzten Monate und unsere Arbeit und Erfolge zu reflektieren und auszutauschen. Ausserdem haben wir versucht, einen Konzept zu erstellen, das den Ablauf fuer die naechsten Freiwilligen ebnen soll. Fuer uns war es gut, mit den anderen Freiwilligen Zeit zu verbringen und in den Meisten von uns kam die Frage auf: "Was tun wir nach Indien?”. Wie koennen wir den Indienaufenthalt nachhaltig nutzen?
Diesen Workshop abschliessend, sind alle Freiwilligen auf die Malediven geflogen, um unser Visum zu verlaengern. Diesen einen Tag haben wir alle sehr genossen und es hat uns selbst erstaunt, dass wir bei der Ankunft in Indien gedacht haben, dass wir wieder zu Hause sind.
Gleich am selben Tag unserer Rueckkehr in NMCT kamen Kerstins Mutter und ihre Freundin zu Besuch. Sie waren auf einer zweiwoechigen Reise durch Indien und haben uns fuer 2 Tage besucht. Es war schoen, ihnen unser Indien zeigen zu koennen, und ihnen stolz unsere Kinder zu praesentieren.
Zur selben Zeit hatten unsere Maedchen ein 3-taegiges Training, in dem hauptsaechlich Gruppengefuehl und Selbstvertrauen thematisiert wurde. Die Kinder waren begeistert von den Dingen, die sie gelernt haben.
Auch wir hatten zwischenzeitlich ein Training, das wir mit einigen Studenten fuer Soziale Arbeit besucht haben. Es handelte von NGO-Management. Es war sehr informativ, auch wenn wir vieles schon aus eigenen Erfahrungen gewusst haben.
Mit unseren Kindergespraechen geht es gut voran. Denoch gibt es immer wieder welche, die uns sehr nahe gehen. Manchmal ist es erschreckend, was unsere Kinder schon im sehr jungen Alter mitmachen mussten. Von dem Todesfall der Eltern, der hautnah miterlebt wurde, bis hin zu Armut und Missbrauch. Den Kindern tut es gut, oft zum ersten Mal, darueber zu reden und neuen Mut zu bekommen. Wir versuchen sie zu Selbstbewusstsein und einer eigenen Meinung zu bringen.
Nach den intensiven Trainingstagen haben wir die Abende gemuetlich ausklingen lassen und mit den Kindern 101 Dalmatiner geschaut. Seitdem lassen sie Pauli keine freie Minute mehr.
Da uns nur noch ein Monat hier bleibt, wollten wir auf jedenfall noch etwas erstellen, das an uns erinnert. Die Eingangswand des Hostels ist seit zwei Tagen Baustelle und Attraktion der Strasse. Wir haben begonnen die Waende mit spielenden Kindern zu bemalen. Groesstes Interesse der Nachbarn und deren Kindern ist jedoch das Bild von Pauli, welches bestaunt wird und meist zu einem grossen Laecheln fuehrt.
So viel zu den letzten 2 Wochen. Wir geniesen jetzt unseren letzten Monat mit den Kindern und planen unsere darauffolgende Reise.
bis bald,
Laura und Kerstin
PS: Wir nehmen gerne noch Vorschlaege von interessanten Reisezielen in Indien an.
Samstag, 31. Januar 2009
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